Reiseführer Andalusien

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Der Puerto de la Ragua ist das andere, unbekanntere Skigebiet der Sierra Nevada. Das bekanntere ist der Skiort Pradollano mit seiner guten Infrastruktur und seinem umfangreichen Freizeitangebot. Der Puerto de la Ragua liegt in 2.200 m Höhe im östlichen Teil der Sierra Nevada. Von Guadix kommend gelangt man über ihn in die Alpujarra von Granada und Alemería.

Im Winter werden 17 km Loipe gespurt und wenn es die Schneeverhältnisse zulassen, kann man auf ein ungespurtes Wegenetz von 100 km ausweichen. Mindestens genau so atraktiv ist die Fahrt mit einem rasenden Hundegespann  durch die verschneite Landschaft. Der Puerto de la Ragua ist mittlerweile ein beliebter Treffpunk für  Anhänger dieser Sportart und Veranstaltungsort namhafter Wettkämpfe.

Gerade weil das Gebiet von den typischen Baumaßnahmen wie Hotels und Skilift verschont geblieben ist, ist es auch in der schneefreien Jahreszeit außerordenlich attraktiv für Wanderer und Mountainbiker. Letztere finden ein Wegenetz von 500 km auf denen man sich austoben kann. Wer ohne sein Mountainbike anreist, kann dieses an der Station ausleihen. Das selbe gilt auch für Langlaufmaterial. Die offizielle Website der Station: http://www.puertodelaragua.com

La Alpujarra oder Las Alpujarras, beide Bezeichnungen sind gebräuchlich, ist eine Bergregion südlich von Granada und erstreckt sich von Granada bis nach Almería und Richtung Küste von der Sierra Nevada bis an die Sierra de la Contraviesa und die Sierra de Gador. Internationale Bekanntheit erlangte die Gegend sicherlich auch durch das Buch “Südlich von Granada” von Gerald Brenan, der 1919 in diese Gegend kam und den mal wohl als den ersten Aussteiger der Gegend betrachten kann. Die Alpujarra bietet dem Reisenden eine einzigartige landschaftliche Vielfalt und ist ideales Zielgebiet für Wanderurlaub. Das Gebiet der oberen Alpujarra ist u.a. sehr reich an Kräutern und Heilpflanzen.

Unsere Tour führt durch die Orte Lanjarón, Órgiva, Pampaneira, Bubión, Capileira und Trevélez. All diese Ortschaften zählen zu der Alpujarra Alta.

Lanjarón ist von Granada aus gesehen das Tor zur Alpujarra und ist bekannt als Abfüllort für das in ganz Spanien erhältliche Mineralwasser Agua de Lanjarón. Durch seine eisenhaltigen Heilwasserquellen ist Lanjarón mittlerweile ein beliebter Kurort mit entsprechenden Kuranlagen.

Die nächste Ortschaft, Órgiva, hat sich über die Jahre zum Lieblingort für Aussteigern und Hippies aus England, Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern entwickelt.

Von hier aus geht es weiter Pampaneira einen kleinen Örtchen auf 1.060 Metern Höhe an der Schlucht des Rio Poqueira. Der Ort wurde schon mehrfach für sein Ortsbild mit den terrassenförmig angeodneten Häusern ausgezeichnet. Neben der Landwirtschaft war vor allem die Weberei Haupteinnahmequelle der Alpujarreños, wie die Bewohner der Alpujarra heissen. Noch heute findet man die typischen buntgewebten Decken und Teppiche in den kleinen Läden des Dorfes.

Weiter hinauf auf 1.300 m Höhe kommt man nach Bubión. Die moriskische Bauweise der Häuser dieser Ortschaft ähnelt stark der der Berberdörfer im Norden Marokkos. Noch weiter hinauf gelangt man nach Capileira.  Alle drei Ortschaften bilden ein Conjunto Histórico Artistico von besonderer künstlerischer und historischer Bedeutung.

Nachfolgen geht es in die höchste Ortschaft Spaniens, nach Trevélez (1.476 m), berühmt für seinen luftgetrockneten Serrano Schinken. All diese Ortschaften sind ideale Ausgangspunkte für Wanderungen und Trekkingtouren in der Sierra Nevada.

Fährt man nun weiter über Berchules nach Cádiar kommt man auf schnelleren Wege wieder zurück noch Lanjarón, dem Ausgangspunkt unserer kleinen Alpujarra-Rundreise. Hier können Sie auch einen Tagesausflug Alpujarras buchen.