Reiseführer Andalusien

Interessante Reiseziele und Locations in Andalusien

Instán ist ein kleines Bergdorf im Hinterland von Marbella oberhalb von Puerto Banús. Von der N340, Ausfahrt 176 fährt man ca. 13 km hinauf in die Berge bis man in das Dorf Istán gelangt, wo die Strasse auch endet. Trotz der vermeintlichen Abgeschiedenheit ist man im Ort auf Toursiten eingestellt und heißt diese willkommen. Im Dorf selbst gibt es einen grösseren Pakrplatz, von hier aus geht es zu Fuß weiter bis an das unterste Ende der Ortschaft. Wer mag, kann im Supermercado San Miguel in der Calle Chorro noch seinen Rucksack mit Proviant füllen oder wie wir es gemacht haben, nach der Wanderung im Restaurant el Baron in der Calle Marbella einkehren. Vom Restaurant aus hat man ebenfalls eine schöne Aussicht und das Essen (die Fleischgerichte) ist sehr gut.

Am unteren Ende des Dorfes Richtung Mirador El Peñón geht es unterhalb der Calle Peñón hinunter in die Gärten des Dorfes. Die Route hat eine gleb-weiße Kennzeichnung. Der Weg überquert einen Bach und geht danach hinauf zu einem alten Dreschplatz (Las Herrizas), der zu einem Picknick einlädt. Kurz nach dem Dreschplatz gelangt man an eine befahrbare Piste, die einen zurück in das Dorf führt. Diese Route ist auch im Andalusien Wanderführer vom Michael Müller Verlag beschrieben.

Istán

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Wanderroute Istán - Las Herrizas

Wanderroute Istán - Las Herrizas

Das Wandern im Hinterland der Costa del Sol erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Das Hinterland von Marbella und die Umgebung von Ojén, Monda und Istán wird von der Sierra Blanca y Canucha umfasst.  Hier findet man viele gut ausgeschilderte Wanderwege. Diese Sierra ist entlang der Cosat del Sol das dem Meer am nächsten gelegene Gebirge. Die höchsten Gipfel der Sierra überschreiten die 1.200 m. Da gibt es den Cerro del Lastonar mit 1.275 m, den Cerro de la Concha mit 1.215m, der Pico de Juanar mit 1.181 m um nur einige zu nennen. Die Sierra de Canucha weist eine artenreiche Flora und Fauna auf. Manche bezeichnen die Gegend als eine kleine Arche Noa, in der manche vom austerben bedrohte Spezie aus der Tier- und Pflanzenwelt  überlebt habt. Man findet hier z.B. wilde Orchideen und die spanische Igeltanne (Pinsapo), eine Tannenart, die es nur noch im Süden Andalusiens und im Norden Marokkos gibt.

Ein idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen ist El Juanar. Ob Sie eine anspruchsvolle Wanderung unternehmen oder einfach nur spazieren gehen möchten oder Pilze und Kastanien sammeln wollen, hier können Sie es tun. Auf der A355 von Marbella nach Coin kommt nach Ojén links eine Abfahrt zum Refugio de Juanar, dieser Abzweigung müssen Sie noch etwa 5 km folgen bis Sie zu dem Hotel El Refugio de Juanar kommen. 

Von hier aus gelangt man zu Fuß zu zwei sehr schönen Aussichtspunkten (Mirador) mit einer einzigartigen Aussicht einmal über Ojén und die Küste (Mirador del Corzo) und einmal über Marbella (Mirador del Macho Montés). Ein schöner Spaziergang (knapp 2 Stunden und ca. 5,6 km für Kinder geeignet, siehe Karte) wäre vom Parkplatz zuerst zum Mirador del Macho Montés und dann zum Mirador del Corzo zu laufen und wieder zurück zum Auto. Der Weg führt Sie durch ein einzigartiges Tal, el Valle de Juanar, auch bekannt als der Olivar de Juanar. Diese Tal befindet sich inmitten des Massivs auf ca. 850 m Höhe, bestehend aus einer leichten Mulde umrahmt von hohen Bergen. Mit der Zeit entstand hier ein sehr fruchtbarer Boden auf dem sich eine vielfältige Vegetation entwickel konnte. In seiner Mitte findet man einen hundert Jahre alten Olivar, umrahmt von Kastanien, Kirschen und Gruppen von Igeltannen. Nach dem Spaziergang können Sie im Refugio de Juanar einkehren und sich stärken.

Eine schöne Wanderroute ist die Ruta El Pozuelo, auch senda de José Lima genannt. Für diesen Rundweg von ca. 6 km Länge, der auf einem alten Jägerpfad gründet, muss man etwa 3 Stunden Laufzeit rechnen. Das Niveau ist mittel bis niedrig. Wenn Sie das Auto beim Hotel stehen lassen, müssen Sie erst einen kurze Strecke die Strasse hinunter laufen, bis das Schild kommt “Rute de El Pozuelo”. Dann dem Weg folgen. Es lohnt sich, ein Fernglas dabei zu haben, denn man sieht nicht selten Steinböcke und Raubvögel, die die Gepfel bewohnen.

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Wanderroute Miradores El Juanar

Wanderroute Miradores El Juanar

Der Puerto de la Ragua ist das andere, unbekanntere Skigebiet der Sierra Nevada. Das bekanntere ist der Skiort Pradollano mit seiner guten Infrastruktur und seinem umfangreichen Freizeitangebot. Der Puerto de la Ragua liegt in 2.200 m Höhe im östlichen Teil der Sierra Nevada. Von Guadix kommend gelangt man über ihn in die Alpujarra von Granada und Alemería.

Im Winter werden 17 km Loipe gespurt und wenn es die Schneeverhältnisse zulassen, kann man auf ein ungespurtes Wegenetz von 100 km ausweichen. Mindestens genau so atraktiv ist die Fahrt mit einem rasenden Hundegespann  durch die verschneite Landschaft. Der Puerto de la Ragua ist mittlerweile ein beliebter Treffpunk für  Anhänger dieser Sportart und Veranstaltungsort namhafter Wettkämpfe.

Gerade weil das Gebiet von den typischen Baumaßnahmen wie Hotels und Skilift verschont geblieben ist, ist es auch in der schneefreien Jahreszeit außerordenlich attraktiv für Wanderer und Mountainbiker. Letztere finden ein Wegenetz von 500 km auf denen man sich austoben kann. Wer ohne sein Mountainbike anreist, kann dieses an der Station ausleihen. Das selbe gilt auch für Langlaufmaterial. Die offizielle Website der Station: http://www.puertodelaragua.com

La Alpujarra oder Las Alpujarras, beide Bezeichnungen sind gebräuchlich, ist eine Bergregion südlich von Granada und erstreckt sich von Granada bis nach Almería und Richtung Küste von der Sierra Nevada bis an die Sierra de la Contraviesa und die Sierra de Gador. Internationale Bekanntheit erlangte die Gegend sicherlich auch durch das Buch “Südlich von Granada” von Gerald Brenan, der 1919 in diese Gegend kam und den mal wohl als den ersten Aussteiger der Gegend betrachten kann. Die Alpujarra bietet dem Reisenden eine einzigartige landschaftliche Vielfalt und ist ideales Zielgebiet für Wanderurlaub. Das Gebiet der oberen Alpujarra ist u.a. sehr reich an Kräutern und Heilpflanzen.

Unsere Tour führt durch die Orte Lanjarón, Órgiva, Pampaneira, Bubión, Capileira und Trevélez. All diese Ortschaften zählen zu der Alpujarra Alta.

Lanjarón ist von Granada aus gesehen das Tor zur Alpujarra und ist bekannt als Abfüllort für das in ganz Spanien erhältliche Mineralwasser Agua de Lanjarón. Durch seine eisenhaltigen Heilwasserquellen ist Lanjarón mittlerweile ein beliebter Kurort mit entsprechenden Kuranlagen.

Die nächste Ortschaft, Órgiva, hat sich über die Jahre zum Lieblingort für Aussteigern und Hippies aus England, Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern entwickelt.

Von hier aus geht es weiter Pampaneira einen kleinen Örtchen auf 1.060 Metern Höhe an der Schlucht des Rio Poqueira. Der Ort wurde schon mehrfach für sein Ortsbild mit den terrassenförmig angeodneten Häusern ausgezeichnet. Neben der Landwirtschaft war vor allem die Weberei Haupteinnahmequelle der Alpujarreños, wie die Bewohner der Alpujarra heissen. Noch heute findet man die typischen buntgewebten Decken und Teppiche in den kleinen Läden des Dorfes.

Weiter hinauf auf 1.300 m Höhe kommt man nach Bubión. Die moriskische Bauweise der Häuser dieser Ortschaft ähnelt stark der der Berberdörfer im Norden Marokkos. Noch weiter hinauf gelangt man nach Capileira.  Alle drei Ortschaften bilden ein Conjunto Histórico Artistico von besonderer künstlerischer und historischer Bedeutung.

Nachfolgen geht es in die höchste Ortschaft Spaniens, nach Trevélez (1.476 m), berühmt für seinen luftgetrockneten Serrano Schinken. All diese Ortschaften sind ideale Ausgangspunkte für Wanderungen und Trekkingtouren in der Sierra Nevada.

Fährt man nun weiter über Berchules nach Cádiar kommt man auf schnelleren Wege wieder zurück noch Lanjarón, dem Ausgangspunkt unserer kleinen Alpujarra-Rundreise. Hier können Sie auch einen Tagesausflug Alpujarras buchen.

Cabo de Gata

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Das Cabo de Gata ist eine im Südosten der andalusischen Provinz Almeria ca 33.663 ha große Halbinsel vulkanischen Ursprungs. Ein Großteil dieser Halbinsel ist heute als Naturpark ausgewiesen. Der Parque Natural Cabo de Gata-Níjar gilt immer noch als Geheimtip. Das Landschaftbild ist geprägt durch Halbwüsten und vulkanische Berge. Hier liegt das größte Gebirgsmassiv vulkanischen Ursprungs von Europas Festland. Trotz  dieses wüstenartigen Klimas findet man hier eine einzigartige Fauna mit über 1000 exklusiven Spezien. Touristisch hat der Naturpark Cabo de Gata vor allem Wanderern und Vogel- und Naturliebhabern etwas zu bieten. Die ideale Zeit für Wanderungen und Naturbeobachtung  ist von Spätsommer  bis zum Frühjahr.

Cabo de Gata

Cabo de Gata

Eine weitere touristisch Attraktion bietet der Meerespark Cabo de Gata, der aufgrund seiner Biodiversität und seines ökologischen Reichtums unter besonderem Schutz steht. Das saubere und kristallklare, im Sommer angenehm warme Wasser, lädt zu ausgedehnten Tauch- und Schnorchelgängen ein. Allerdings unterliegt das Revier einer Reihe strikter Auflagen für Fischer, Taucher und Schnorchler über die man sich informieren sollte. Man findet auch diverse  Tauchschulen, die Ausrüstungen verleihen und Tauchausflüge organisieren, alleine drei davon in dem kleinen Dörfchen Isleta del Moro.

Bucht von Isleta del Moro

Bucht von Isleta del Moro

Aber auch für Sommerurlauber, die einfach nur den Strand genießen möchten gibt es genügend Möglichkeiten für einen geruhsamen Badeurlaub. Sehr beliebt ist das Badeörtchen San José. Und entlang der gesamten Küste des Kaps findet man teils sehr abgelegenen Buchten in denen teilweise auch nackt gebadet wird.

San José

San José

Und wer gerne etwas mehr Trubel um sich herum mag, dem sei das Städtchen Mojacar am nord-östlichen Teil des Kaps empfohlen. Hier findet man die größte Auswahl an Hotels und Strandbars mit dem dazugehörigen Nachtleben.

Mojacar

Mojacar

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die meisten Dörfer in Spanien, gerade in den ländlichen Gegenden sind weiße Dörfer (Pueblos Blancos). Doch die Ruta de los Pueblos Blancos bezieht sich auf eine ganz bestimmte Gruppe von Dörfern in der Provinz Cádiz um und in dem Naturpark Sierra de Grazalema herum. Entlang dieser Route findet man die Ortschaften Setenil, Olvera, Algodonales, Villamartin, Prado del Rey, El Bosque, Ubrique, Grazalema und Zahara de la Sierra, um nur einige zu nennen.

Olvera

Olvera, Blick aus meinem Fenster im Hotel Sierra y Cal

Meine Tour, die ich hier beschreiben möchte ging von Olvera über Algodonales, Zahara de la Sierra, Grazalema, Ronda und Setenil de las Bodegas zurück nach Olvera.

Stausee vor Zahara de la Sierra

Stausee vor Zahara de la Sierra

Kurz vor Zahara de la Sierra, unterhalb des Dorfes erstreckt sich ein großer Stausee, der zum Baden und Paddeln mit dem Kanu einlädt. Danach geht es hinauf nach Zahara. Wenn Sie, von Algodonales kommend um Zahara herum fahren, gelangen Sie an einen Parkplatz, von wo aus Sie zu Fuß das Dorf erkunden können. Immer der Straße nach gelangen Sie an den Dorfplatz mit einigen netten Restaurants und Bars.

Zahara de la Sierra

Zentrum von Zahara de la Sierra

Von Zahara geht es weiter hinauf in engen Serpentinen zum Puerto de las Palomas (Passhöhe 1357 m). Die Strecke ist sehr beliebt bei Motoradfahren (vorsichtig fahren) und ab und an trifft man einen Radsportler, der für die Tour de España trainiert.

Puerto de las Palomas

Puerto de las Palomas mit Blick auf Zahara

Auf dem Weg, kurz hinter Zahara kommt man an einem Parkplatz vorbei. Von hier aus können Sie interessante Wanderungen starten, z. B. zur Höhle „La Garganta Verde“. Für diese Wanderung braucht man eine Genehmigung, die man 20 Tage vorher im Informationsbüro in El Bosque (Centro de Visitantes El Bosque, Telefon 0034 956727029) oder bei Granada Reisen e.K. anfragen kann.

Nach dem Pass geht es hinunter nach Grazalema. Bemerkenswert ist, dass die Gegend um den Naturpark von Grazalema die regenreichste Spaniens ist, bedingt durch die geografischen Begebenheiten. Der Naturpark ist beliebtes Ziel für Wanderer, Bergsteiger und Volgelfreunde.

Sierra de Grazalema

Sierra de Grazalema

Von Grazalema geht es weiter nach Ronda. Ronda liegt in einem tiefen Tal, zwischen mittelgroßen Bergen. Die Stadt selbst wird durch eine etwa 100 m tiefe Schlucht getrennt. Die Brücke, die die beiden Stadtteile verbindet, ist zusammen mit der Stierkampfarena, Symbol und Seele der Stadt Ronda.

Brücke von Ronda

Die Neue Brücke ist 98 Meter hoch

Von Ronda geht es wieder zurück nach Olvera über Setenil de las Bodegas. Ein kurioses Städtchen, deren Bewohner sich die überhängenden Felsen zu Nutze gemacht haben in dem sie sie als Dach verwendet haben.

Setenil de las Bodegas

Setenil de las Bodegas

Länge der Route ca 115 km – ca. 2 Stunden, 19 Minuten reine Fahrtzeit.

Via Verde de la Sierra

Via Verde de la Sierra

Die Rute der Vía Verde de la Sierra ist ein 36 km langes, liebevoll als Rad- und Wanderweg ausgebautes Teilstück der alten Bahnlinie zwischen Jerez und Almerga, von den Provinzen Cádiz bis Sevilla. Diese Bahnlinie war als solche niemals in Betrieb gewesen. Die Rute verbindet die Bahnstationen der Ortschaften Puerto Serrano, Coripe, und Olvera welche als Pensionen ausgebaut sind. Olvera ist manchen auch bekannt, weil es an der berühmten Ruta de los Pueblos Blancos (Straße der weißen Dörfer) liegt. Eine weitere, die Station Zaframagón ist als Vogelbeobachtungs-Zentrum eingerichtet.

Eine 36 km lange Strecke auf der man, ungestört vom Autoverkehr mitten durch eine wunderschöne Landschaft radeln oder wandern kann und da es sich um eine recht hügelige Landschaft handelt, geht es durch insgesamt 30 alte Eisenbahntunnels, mal kürzere, mal etwas längere und beleuchtet.

Gerade Vogelfreunde sollten sich diesen Ausflug nicht entgehen lassen. Ungefähr auf halber Strecke liegt das Naturreservat Peñón de Zaframagón, ein gewaltiger Felsen in den Ausläufern der Serranía de Grazalema. Das Naturreservat ist klein in seinen Ausmaßen doch äußerst bedeutend, was seine Flora und Fauna betrifft. Unter anderem beherbergt es die größte Gänsegeier-Kolonie Europas. Aber auch Bienenfresser, Schlangenadler, Schmutzgeier, Uhus, Rötelfalken, Wanderfalken, Eisvögel und Graureiher sind hier zu Hause. Einer der besten Aussichten auf den Felsen hat man vom Viadukt von Zaframagón aus über den Canyon von Guadalporcún, von den Einheimischen auch „El Estrechón“ genannt. Ferner gibt es eine spezifische Route, die um den Peñón de Zaframagón herum führt und besonders für Vogelkundler sehr interessant ist.

 

Peñón de Zaframagón

Naturreservat Peñón de Zaframagón

Wer die Vía Verde de la Sierra erkunden möchte, dem bieten sich als Übernachtungsmöglichkeit das Hotel Sierra y Cal in Olvera an oder die zu Apartments umgebauten Wagons, direkt an der alten Bahnstation von Olvera unweit des Dorfes. Dort kann man auch Fahrräder  mieten. Wer im Hotel Sierra y Cal Station macht, kann sich auch Fahrräder zum Hotel bringen lassen. Die ideale Besuchszeit ist von Herbst bis Frühjar.

Bahnstation Olvera

Bahnstation Olvera

Wenn Sie Ihre Tour planen, sollten Sie mit einberechnen, dass die Hinfahrt von Olveras aus gesehen leicht berg ab geht und somit der Rückweg mehr Kraft in Anspruch nimmt.

Fotoalbum Vía Verde de la Sierra.

Weiterführende Informationen bekommen Sie von der Fundación Vía Verde de la Sierra oder bei der Reiseagentur granada-reise e.K.

In Spanien gibt es viele Naturreservate und Naturparks die zur Natur- und Vogelbeobachtung einladen. Die außergewöhnliche Vielfalt an Vögeln macht Andalusien zu einem einmaligen Ort für ornithologische Wanderungen.

Nationalpark Coto de Doñana (Huelva, Sevilla, Cádiz)

Der Naturpark Doñana liegt im westlichen Winkel Andalusiens am Mündungsgebiet des Guadalquivir und vereint die Provinzen Huelva, Sevilla und Cádiz. Das Gebiet ist ca. 120.000 Hektar groß und besteht größten teils aus Sandstrände und Wanderdünen, mediterranem Buschwald und Überschwemmungsgebieten mit Lagunen und Feuchtwiesen. Der Naturpark verfügt über einen einzigartige Artenvielfalt. Hier leben Wildkatzen, Füchse, Genettkatzen, Iltisse, Dachse, Wildkaninchen sowie der iberische Luchs und der Meloncillo. Es können bis zu 300 Vogelarten bestimmt werden, darunter der Kaiseradler, der Schwarzmilan und der Gleitaar. Desweiteren findet man hier Flamingos und Malvasiertauben. Im Gras und in den hohen Grünpflanzen suchen kleine Singvögel wie Stieglitze und Grauammern nach Nahrung. Zudem schwirren in der warmen Jahreszeit farbenprächtige Bienenfresser umher und auf an manchen Stellen kann man in der dichteren Vegetation am Rande solcher Wiesen Steinkäuze antreffen.

Ausgangspunkt der Wanderungen ist meist das kleine Örtchen El Rocío. Im dortigen Besucherzentrum bekommen Sie Informationen über die einzelnen Wanderwege und Möglichkeiten den Naturpark zu erkunden, sei es zu Fuß, per Bus oder mit den 4×4.

Der Vogelzug über die Meeresenge von Gibraltar

An kaum einem anderen Ort lässt sich der Vogelzug so eindrucksvoll beobachten wie an der Straße von Gibraltar. Das Überqueren der Meeresenge in beide Richtungen bietet eine hervorragende Gelegenheit, zahlreiche Arten zu beobachten, die sich der Küste nähern. Einige der  Vogelarten, die sich am Himmel der Provinz Cádiz zeigen, sind Königsadler, Gänsegeier oder Mauersegler. Aber auch große Schwärme Schwarzmilane, Wespenbusarde, Bienenfresser, Weißstörche, Uferschwalben  und viele, viele andere, je nach Jahreszeit sind hier auszumachen.

Besonders gut für die Vogelbeobachtung eignen sich die Migrations-Observatorien in den Gemeinden Tarifa und Algeciras, die Isla de Tarifa, die Naturparks “Los Alcornocales” und “El Estrecho”, die Naturschutzgebiete “Playa de Los Lances”, “Marismas del Río Palmones” und “Estuario del Río Guadiaro” sowie das Feuchtgebiet “Humedales de la Cuenca del Río Barbate” (La Janda). Alle in der Provinz Cádiz gelegen.

Naturpark Los Alcornocales (Cádiz)

In den Stein- und Korkeichenwälder des Naturparks Los Alcornocales, einem der größten zusammenhängenden Korkeichenwälder der Erde (Alcornoque = Korkeiche), können zwischen vielen Vogelarten auch größere Greifvögel wie z.B. der Habichtsadler gesichtet werden. Von dem historischen maurischen Dorf Castellar hat man einen schönen Ausblick auf die Bucht von Algeciras mit dem Felsen von Gibraltar um den Migrationszug zu beobachten. Millionen von Vögel machen in dieser Region auf ihrer Reise von oder nach Afrika Station.

Sierra de Grazalema (Cádiz)

Naturpark Sierra de Grazalema

Naturpark Sierra de Grazalema

In der Sierra von Grazalema (oberhalb des Naturparks Los Alcornocales) gibt es Canyons von außergewöhnlicher Schönheit, wie den der Garganta Verde (Grüner Schlucht) und Grotten, wie die von Hundidero-Gato, welches die größte Andalusiens ist. Ein dichter mediterraner Wald aus Stein-, Kork- und Bergeichen, Johannisbrotbäumen und wilden Olivenbäumen bietet vielen Tieren eine Heimat. Man zählt über 130 Vogelarten, darunter den Habichtsadler oder die Wiesenweih, die beide als stark gefährdet gelten. Des Weiteren findet man hier eine der größten Kolonien von Gänsegeiern.

Peñón de Zaframagón (Cádiz)

Ein sehr kleines Gebiet von sehr großer Bedeutung. Es besteht aus einem riesigem Felsen in den Ausläufern der Serranía de Grazalema in der Nähe des Städtchens Coripe (Cadiz). Auf dem Gipfel ist eine Video-Kamera angebracht, die Bilder zum Vogelbeobachtungszentrum Zaframagón sendet. Weitere Informationen zu dem Naturreservat finden sie in dem Artikel Vía Verde de la Sierra.

Lagune von Fuente de Piedra

Die Lagune von Fuente de Piedra liegt in der Nähe von Antequera und nördlich der Serranía de Ronda. Sie ist ein salziges und steppenartiges Feuchtgebiet mit stark schwankendem Wasserpegel. Bei guten Bedingungen lässt sich hier die bedeutendste Flamingokolonie des gesamten westlichen Mittelmeers nieder von denen auch viele hier nisten.

Naturpark Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas (Jaén)

Die Flora und Fauna des Naturpark Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas ist unglaublich artenreich, möglicherweise sogar einmalig. Es gibt einen unübersehbaren Wildreichtum bestehend u.a. aus Wildschweinen, Rot- und Dammwild, spanischen Steinböcken und Mufflons.

Die bemerkenswertesten hier heimischen Greifvögel sind Stein- und Habichtadler sowie Gänsegeier; diese und viele andere Arten kann man etwa am Mirador del Valle beobachten, wo sie an sonnigen Tagen am Vormittag die Thermik ausnutzen, um sich hochzuschrauben. In den Jahren 2006-08 sind auch neun Bartgeier in der Sierra de Cazorla ausgewildert worden.

Von den kleineren Vogelarten findet man in den Pinienwäldern der Sierra u.a. Haubenmeise (Parus cristatus), Tannenmeise (Periparus ater), Kohlmeise (Parus major) sowie auch das Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus). Der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes), der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula), der Stieglitz (Carduelis carduelis) sind ebenfalls hier beheimatet.

Von Cazorla aus werden Tagestouren mit dem Jeep angeboten, die speziell auf die Vogelbeobachtung ausgerichtet sind.

Wir organisieren für Gruppen von 3 bis max. 8 Personen individuelle Reisen zur Natur- und Vogelbeobachtung in Andalusien, mit und ohne kulturellem Rahmenprogramm. Die Touren werden von ortskundigen Führern begleitet.

Wunderschöne Foto – Berichte über die Vogelwelt Andalusiens finden Sie auf der Website der Naturfotografin Birgit Kremer.

Das Städtchen Jerez in der Provinz Cadiz ist neben seinen weltbekannten Sherry Bodegas berühmt für die “Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre” die königliche Hofreitschule Andalusiens. Die Schule ist in einem wunderschönen Park im Norden der Stadt untergebracht. Gegründert wurde sie 1973 von Don Alvaro Domecq Romero und ist heute im Besitz der Junta de Andalucía. Der Zweck der Stiftung ist der Schutz und die Förderung der reinsten spanischen Pferderassen.

Hofreitschule Jerez

Königliche Hofreitschule Jerez

In der Hohen Schule der Reitkunst zählt das Gestüt zu den besten der Welt. Sehenswert ist die Dressurvorstellung “Como Bailan los Caballos Andaluces” (Wie die andalusischen Pferde tanzen). Die Vorführunge finden donnerstags, von März bis Oktober auch dienstags, sowie im August auch freitags statt. Jede Vorstellung umfasst 6-8 Choreographien auf äußerst hohem Niveau und wird nach folgendem Repertoire zusammengestellt: Cowboy-Dressur, klassische Dressur, Gespanne, am Zügel geführte Dressur und Karussell. Zudem können die Ställe besichtigt werden sowie das Museum der Reitkunst und die Ausstellung alter Kutschen. Eintritt ab 18.- €. Kartenvorbestellung unter 0034 956 318008 oder unter www.realescuela.org.

Unser Tipp: Buchen Sie eine Städtereise Jerez mit Besuch der Hofreitschule und einer geführten Besichtigung und Sherry-Verkostung in einer Bodega.

Hoteltipp: Hotel Macià Doñana. Idealer Ausgangspunkt für Exkursionen nach Cádiz, Jerez oder in den Naturpark Doñana

Tanger bei SonnenuntergangWenn Sie Urlaub an der Costa del Sol machen, sollten sie es sich nicht entgehen lassen, einen Ausflug nach Nord-Afrika, nach Tanger in Marokko zu unternehmen. Dies kann man auf eigenen Faust unternehmen, mit der Fähre ab Algeciras oder Tarifa, oder besser, man schließt sich einer Reisegruppe an.

Die Überfahrt ab Algeciras dauert ca. 2,5 – 3,5 Std, je nach Wetter. Schneller geht es mit der FastFerry ab Tarifa in ca. 35 Minuten.

Tanger war schon immer ein beliebtes Ziel der reisenden Europäer und Amerikaner. Die Freizügigkeit der Stadt in den 1940er- und 50er-Jahren machte sie zu einem Magneten für europäische und amerikanische Schriftsteller, für „Aussteiger“ und Außenseiter jeder Art. In den 1960er- und 70er-Jahren erlebte Tanger eine zweite literarische Blüte als „Mekka“ von Schriftstellern der neu entstandenen Popliteratur. Paul Bowles, Jane Bowles, Tennessee Williams, Jack Kerouac, Muhammad Asad, Truman Capote und William S. Burroughs waren nur einige von ihnen. Auch Marokkos wohl berühmtester Schriftsteller, Mohamed Choukri, lebte hier. Er verarbeitete seine Erfahrungen als armer Heranwachsender im Tanger der 50er-Jahre in seinem Roman „Das nackte Brot“ (arabisch „al-Chubs al-hafi“).

Die Kasbah, das Zentrum der Medina nimmt den höchsten Punkt der Altstadt Tangers ein. Darunter liegt die Neustadt deren Zentrum die Place Mohammed V bildet. Dort finden Sie das Café de Paris, das älteste Café der Neustadt. Bekannt und sehenswert ist auch die Faulenzerterrasse (terrasse des paresseux). Dort sitzen die jungen Marokkaner und träumen von der Überfahrt nach Europa, das von hier aus zum Greifen nahe scheint. Von der Terrasse aus haben Sie bei entsprechender Sicht einen herrlichen Ausblick auf die Meeresenge, Tarifa und Gibraltar.

Ein persönlicher Tip für Marokko-Neulinge: Man sollte bedenken, dass Tanger, wenn es auch so nahe ist, eben in Afrika liegt, in einem Land (Marokko) in dem es noch viel Armut gibt. Das führt mit unter dazu, dass die Souvenirhändler manchmal recht aufdringlich bis hin zu agressiv wirken.  Des weiteren ist der Norden Marokkos geprägt vom Haschisch-Handel, was mit sich zieht, dass es dort auch viele Strolche gibt.

Auf der anderen Seite erlebt Tanger gerade einen grossen Wandel. Ein riesiger Hafen wird/wurde gebaut und viele internationale Firmen lassen sich dort nieder. Der aktuelle König ist ein Fan von Tanger und tut etwas für die Stadt. Auch die Kultur gewinnt wieder Bedeutung in Tanger. So gibt es z.B. alljährlich ein Filmfestival.

Ein Ausflug nach Tanger, wie Sie ihn z.B. bei granada-reisen buchen können, ist sicherlich nicht zu vergleichen ist mit einem nach Granada oder Ronda, aber dennoch sicherlich nicht minder interessant.

Hinweise zu den Einreisebedingungen.